Call Out

Call Out ist ein Aufruf, der zum Internationalen Weltfrauentag 2017 über soziale Medien gestartet wurde. Gesucht waren Namen von Schriftstellerinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen, Revolutionärinnen, Künstlerinnen etc., die die Nutzer in irgendeiner Art und Weise in ihrem Leben, Denken und Handeln inspiriert hatten. Es konnten 1000 Frauennamen aus Geschichte und Gegenwart zusammengetragen werden. Diese wurden in alphabetischer Reihenfolge in Form einer Erinnerungsliste von Ingrid Metz-Neun eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin ist in Frankfurt und 40 anderen deutschen Städten dafür  bekannt, dass sie in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkers die Haltestellen ansagt. Mit Call Out wurde die Stimme aus ihrem bekannten Kontext gerissen und der Rhythmus der Ansage durch eine Hommage an über 1000 Frauen, die uns im Alltag begegnen, ersetzt.

 

Call Out war an zwei Tagen zu hören: Am 8. März vor dem Historischen Museum Frankfurt und zwei Tage später auf dem Römerberg anlässlich des jährlich stattfindenden Empfangs der Stadt Frankfurt zum Internationalen Frauentag im Römer.

 

Konzept: Elianna Renner

Wissenschaftliche Beratung: Rebekka Voß

Assistenz: Julie Grothgar

 

Sprecherin Call Out: Ingrid Metz-Neun

Tonbearbeitung Call Out: Sebastian Steer

 

Das Historische Museum Frankfurt unterstützte die Kunstperformance am 8. März 2017, um auf das mit der Bertha Pappenheim App eng verbundene, neue Sonderausstellungsprojekt „1918/19 – Frauen in die Politik!“ aufmerksam zu machen. Mit einer großen Jubiläumsausstellung wird das Historische Museum ab August 2018 erstmals die Aufmerksamkeit auf die Frauen lenken, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland beitrugen.